Die Senatorin für Kinder und Bildung wurde über einen Vorfall im Kinder- und Familienzentrum Marßel (KiTa Bremen) informiert. Dort ist vermutlich Schweinefleisch ausgegeben worden, ohne dass dies entsprechend gekennzeichnet war.
KiTa Bremen hat gemeinsam mit der Einrichtungsleitung sofort ein Prüfverfahren eingeleitet und rechtliche Schritte ergriffen. Nach aktuellem Stand handelt es sich um einen bedauerlichen Einzelfall. Vergleichbare Vorfälle in anderen Einrichtungen von KiTa Bremen sind nicht bekannt.
Der Schutz der Kinder sowie die Berücksichtigung religiöser und kultureller Ernährungsgewohnheiten haben für die senatorische Behörde und KiTa Bremen höchste Priorität. Für den entstandenen Vertrauensverlust wurden die Eltern bereits um Entschuldigung gebeten.
Es wurden umgehend Maßnahmen ergriffen, um die Abläufe weiter zu verbessern und solche Fehler künftig auszuschließen.
Die Eltern der betroffenen Einrichtung werden im Rahmen eines Elternabends Anfang Mai umfassend informiert. Dort wird der Vorfall erläutert, Fragen beantwortet und es werden weitere Schritte besprochen.
Die senatorische Behörde wird den Sachverhalt im Rahmen der nächsten AG 78 aufgreifen und alle Bremer Träger entsprechend sensibilisieren.
„Das Wohl der Kinder und das Vertrauen der Familien stehen für uns an oberster Stelle. Für den Fehler möchten wir uns ausdrücklich entschuldigen“, betont Uwe Kathmann, Geschäftsführer und kaufmännischer Leiter bei KiTa Bremen. „Wir legen größten Wert darauf, religiöse und kulturelle Ernährungsgewohnheiten zu respektieren. Die getroffenen Maßnahmen dienen dazu, vergleichbare Vorfälle künftig auszuschließen. Darüber hinaus werden alle Mitarbeitenden bei KiTa Bremen erneut für die Bedeutung der Kennzeichnungspflicht und die konsequente Einhaltung unserer Standards sensibilisiert.“
Sofortmaßnahmen und Konsequenzen im Kinder- und Familienzentrum Marßel:
• Erneuerung des Verbots der Verwendung von Schweinefleisch
• Freistellung und anschließende Beendigung des Arbeitsverhältnisses der mutmaßlich verantwortlichen Person.
• Einleitung strafrechtlicher Schritte
• Information des Landesjugendamtes und des Elternbeirats
• Temporäre Umstellung der Mittagsverpflegung auf einen externen Caterer
Im folgenden FAQ finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Im Kinder- und Familienzentrum Marßel wurde wahrscheinlich Schweinefleisch ausgegeben, ohne dass es richtig gekennzeichnet war. Eine Kennzeichnung ist besonders wichtig, weil einige Kinder aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch essen dürfen.
KiTa Bremen hat mehrere Maßnahmen ergriffen:
Das Landesjugendamt wurde über den Vorfall informiert.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden bereits umgesetzt.
Der Träger verpflichtet sich, das Landesjugendamt über weitere Schritte auf dem Laufenden zu halten.
Zum Beispiel:
Ja.
Fachleute beraten zu Allergien und Unverträglichkeiten.
Es gibt Schulungen zu verschiedenen Esskulturen und religiösen Vorschriften.
Nein.
Kinder, die vegetarisch essen, haben wie vorgesehen vegetarisches Essen erhalten.