05.06.26
Workshops zum UNESCO-Jahresmotto „Gemeinsam für Frieden und Verständigung“
Wie können Frieden, Demokratie und Verständigung künstlerisch sichtbar gemacht werden? Mit dieser Frage haben sich Schülerinnen und Schüler der Bremer und Bremerhavener UNESCO-Projektschulen im Rahmen der Welterbetagung 2026 beschäftigt. In kreativen Workshops entwickelten sie Handlungsprodukte zum bundesweiten UNESCO-Jahresmotto „Gemeinsam für Frieden und Verständigung“ und setzten sich dabei intensiv mit dem Bremer Welterbe Rathaus und Roland auseinander.
Die Ergebnisse wurden im Rahmen der Bremer Welterbetage im Rathaus präsentiert. Entstanden sind ein Comic, ein großformatiges Wandbild sowie ein Musikvideo.
Stephan Rademacher, Leiter des Landesinstituts für Schule (LIS), würdigte die Arbeiten der Jugendlichen: „Das Bremer Welterbe hat Euch inspiriert. Gemeinsam außerhalb der Schule und des Schulalltags neue Erfahrungen machen, Geschichte in einem einzigartigen Denkmal erleben – das kann der normale Stundenplan nicht bieten.“
Auch die Teilnehmenden selbst betonten die besondere Bedeutung des Projekts. Das gemeinsame Lernen, das Ausprobieren neuer künstlerischer Techniken und Ausdrucksformen sowie die Arbeit an einem gemeinsamen Ziel hätten sie motiviert, hochwertige und vorzeigbare Ergebnisse zu schaffen.
Im Workshop „Comics zeichnen“ entwickelten die Jugendlichen eine dystopische Geschichte. Sie setzen sich darin mit der Frage auseinander, wie bedrohlich eine Gesellschaft wird, wenn Demokratie ausgehöhlt, Freiheit eingeschränkt und Entscheidungen nicht mehr selbstbestimmt getroffen werden können. Symbolisch wird dies durch ein Parlament dargestellt, in dem nur noch ein vorgegebener Weg nach oben führt, während alternative Wege ins Leere laufen. Die Schülerinnen und Schüler übersetzten diese Gedanken in eindrucksvolle Bilder und Szenarien.
Das im Workshop „Mural Art“ entstandene Wandbild rückt Rathaus und Roland als zentrale Symbole für Frieden, Hoffnung und demokratische Werte in den Mittelpunkt. Unter dem Motto „Ohne Frieden kein Siegen“ entstand ein vier Meter langes Graffiti, dessen Reproduktion als Wanderausstellung durch die beteiligten Schulen reisen wird. Darüber hinaus ist eine Präsentation beim Tag der Deutschen Einheit sowie bei der Nacht der Jugend vorgesehen.
Für das Musikvideo dokumentierten die Jugendlichen die Welterbetagung sowie die UNESCO-Welterbestätten Rathaus und Roland mit der Kamera. Die Aufnahmen wurden mit historischem Archivmaterial kombiniert und durch Szenen einer gemeinsamen Songaufnahme ergänzt. Den Liedtext entwickelten die Schülerinnen und Schüler mithilfe von Künstlicher Intelligenz, den Beat produzierten sie auf dem iPad mit GarageBand. Anschließend wurden alle Elemente an einem professionellen Schnittplatz zu einem Musikvideo zusammengeführt. Unterstützt wurde die Produktion von den Makemedia Studios des Referats 10 des Senators für Kinder und Bildung.
Die Welterbetagung 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie junge Menschen sich kreativ mit den Themen Frieden, Demokratie und kulturelles Erbe auseinandersetzen. Die entstandenen Arbeiten werden auch nach der Veranstaltung in Ausstellungen und öffentlichen Präsentationen sichtbar bleiben und die Botschaften der Jugendlichen in die Stadtgesellschaft tragen.