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Neujahrsempfang Kita Bremen

12.02.2018 - Herzlich willkommen im Welttheater – unter diesem Motto stand der Neujahrsempfang von Kita Bremen. Geschäftsführer Wolfgang Bahlmann hatte mit seinem Team ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Kita-Leitungen, Mitarbeiter von Kita Bremen und des Bildungsressorts, Politiker und weitere Akteure feierten den städtischen Träger. So auch Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung. Sie betonte die außerordentliche Bedeutung von Kita Bremen für die Stadt.

"Wir haben ein wahnsinniges Wachstum der Kita-Platz-Zahl zu verzeichnen. Unsere Situation ist dabei ein bisschen wie in der Pubertät, wenn Kinder zu schnell wachsen, man mit dem Kauf der Klamotten nicht mehr hinterher kommt, die Ärmel zu kurz sind und die Hosen weit über dem Stiefel enden. So geht’s uns auch. Wir sind gewachsen und so ganz passen die Klamotten noch nicht. Uns fehlt Fachpersonal, uns fehlen an vielen Stellen auch noch geeignete Räume. Wir arbeiten weiter an einer schnellen Verbesserung, damit die Kleidung auch passt", so Bogedan in ihrem Grußwort.

"Wir haben im laufenden Kindergartenjahr 2.000 Plätze geschaffen, davon weit über 700 bei Kita Bremen. 18 von den 25 Mobilbauten werden von Kita Bremen bespielt. Ohne Kita Bremen hätten wir das nicht wuppen können. Herzlichen Dank dafür. Das war und ist eine Riesenleistung. Und es geht weiter. Wir wollen natürlich auch feste Standorte bauen. Allein für dieses Jahr sind beispielsweise die Eröffnungen der Kitas Schwedenhaus, Neustadtwall, Bispinger Straße Ulrichs Helgen und Kapitän-Dahlmann-Straße geplant. Natürlich wird es auch darüber hinaus eine weitere Entwicklung von Kita Bremen geben, damit die sehr angespannte Enge in vielen Einrichtungen perspektivisch wieder aufgelöst werden kann", erklärte die Senatorin. Maßnahmen für Fachpersonal – wie beispielsweise die Aufstockung der Plätze in Erzieherinnen-Klassen, die Ausweitung der Externen-Prüfung und die Einrichtung der praxisintegrierten Ausbildung ab 1.8.2018 kämen hinzu. "Wir werden weitere Möglichkeiten nutzen. So saßen wir gerade erst mit Elternvertretern zusammen, um angesichts der schwierigen Situation Möglichkeiten zur Entlastung des Kita-Personals auszuloten", so die Senatorin. Eine Möglichkeit wäre – analog zur neu eingeführten Schulhilfe – Helfer zu organisieren. Es ginge nicht um die Arbeit direkt am Kind. Büroarbeiten und Übersetzungshilfen im Elternbereich könnten aber von diesen Helfern erledigt werden. Zudem gehe es darum, Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter in den Kitas zu verbessern. "Wir haben uns im vergangenen Jahr mit den Personalvertretungen von Kita Bremen und anderen verabredet, so etwas wie eine Bremer Erklärung zu verabschieden, in der es auch darum geht, Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen und Arbeitszeiten besser zu gestalten. Es muss uns jetzt gelingen, dass Fachkräfte, die in den Einrichtungen sind, zu unterstützen", so Bogedan.

Die Senatorin baut außerdem auf den gemeinsamen Bildungsrahmenplan 0-10, der möglich es machen solle, stufenweise Bildungserfolgsketten von Kindern zu organisieren. Insgesamt sei es wichtig, an der Schnittstelle Kita und Grundschule noch besser zu werden. "Ich weiß, dass in vielen Verbünden längst sehr gut zusammengearbeitet wird. Wir wollen die Kitas nicht verschulen. Wir wollen vielmehr dass das, was in den Kindertagesstätten gleistet wird, nutzbar und fruchtbar für jeden weiteren Bildungsschritt gemacht wird. In den Kitas werden die Grundlagen gelegt", so Bogedan.