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Mathe sicher können … ist kein Zauberwerk!

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17.09.2019 - "Mathe ist eine Ansammlung von Tricks, die ich nicht beherrsche". So oder ähnlich sehen es wohl viele Schülerinnen und Schüler. Dabei ist Mathematik kein Zauberwerk: jede und jeder kann es lernen! Hierzu müssen Lehrkräfte jedoch wissen, welche Verstehensgrundlagen Kinder und Jugendliche brauchen, um sinnvoll in der Sekundarstufe weiterlernen zu können. Das hat das Projekt "MATHE SICHER KÖNNEN" gezeigt, das Prof. Dr. Susanne Prediger vom Deutschen Zentrum für Lehrerbildung Mathematik, Standort TU Dortmund nun nach Bremen bringt. Sie hat mit ihrem Team Diagnose- und Fördermaterialien für mathematikschwache Schülerinnen und Schüler entwickelt, erprobt und auf Lernwirksamkeit evaluiert.

Diese wichtige Botschaft wurde deutlich während der Auftaktveranstaltung mit Gästen aus Schulen, ReBUZ, dem Landesinstitut für Schule, der Fachdidaktik der Universität und der Bildungsbehörde. Im ersten, öffentlichen Teil der Fachtagung ermittelten die Teilnehmenden auf der Basis von Rechenergebnissen und Schüleraussagen, welche Verstehensgrundlagen bei den Lernenden gesichert werden müssen, damit sie erfolgreich weiterlernen können. Im zweiten Teil konnten Lehrkräfte aus zehn Oberschulen in ihren Netzwerken an konkreten Diagnosebausteinen ihrer Lerngruppe weiterarbeiten. Typische Fehler wurden ausgewertet, diskutiert und Fördereinheiten ausgewählt, um nächste Lernschritte zu ermöglichen.

Die enge Zusammenarbeit in den Netzwerken wird über zwei Jahre fachlich und wissenschaftlich durch das Projekt "MATHE SICHER KÖNNEN" begleitet. Ziel ist, dass Jugendliche sich mit Selbstvertrauen und Sicherheit am Mathematik-Unterricht beteiligen, Lehrkräfte ihre diagnostische Fähigkeit und ihr Repertoire an Fördermöglichkeiten erweitern können und sich mit didaktischen, organisatorischen und methodischen Umsetzungsmöglichkeiten auskennen.

Aktuell machen schon diese zehn Oberschulen beim Projekt mit: Ohlenhof, Roland zu Bremen, Im Park, Neue Oberschule Gröpelingen, Lehmhorster Straße, an der Egge, Lerchenstraße, Schaumburger Straße, Am Barkhof und Ronzelenstraße. Alle Schulen wurden bereits mit einem roten Materialkoffer, Arbeitsheften und Lehrerhandbüchern ausgestattet. Im nächsten Durchgang werden weitere Oberschulen hinzukommen und es ist eine Verzahnung mit den Grundschulen über das Projekt PIKAS geplant.

Entstanden ist das Projekt aufgrund der Ergebnisse des letzten Bildungstrends Mathematik und der standardisierten Vergleichsarbeiten VERA 3 und 8.

Beispielaufgaben

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Das Fehlen von Verstehensgrundlagen ist nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich: Die Schülerin/der Schüler kennt das kleine Einmaleins, kann aber zur Multiplikation keine Rechengeschichte erzählen.

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Visualisierungen helfen beim Aufbau der Verstehensgrundlagen und gehören zum MSK Konzept.